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BILDERBERG-KONFERENZ – INFORMELL UND EINFLUSSREICH

Etwas geheimnisvoll mutet sie schon an, diese Konferenz. Kaum jemand, außerhalb eines sehr exklusiven Kreises, nimmt davon Kenntnis oder weiß, was und wer hinter dieser Konferenz steht, und das, obwohl die Bilderberg-Konferenz bereits seit 1954 durchgeführt wird. Ihren Namen hat die Bilderberg-Konferenz von ihrem ersten Durchführungsort erhalten, dem Hotel de Bilderberg in Oosterbek, Niederlande.

Nicht-offizielles Treffen der Mächtigen

An den Bilderberg-Konferenzen treffen sich jährlich einflussreiche Personen aus Politik, Wirtschaft, Militär und Medien – und wohl auch Personen aus dem Hochadel und, wie man vermutet, von Geheimdiensten. Bei diesen inoffiziellen Gesprächen geht es immer um aktuelle politische, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Themen zu denen sich die Teilnehmer austauschen. Teilnehmen kann nur, wer eingeladen wird – darüber hinaus gibt es, soweit bekannt, keine Regeln oder Statuten. Ergebnisse werden nicht veröffentlicht, es gibt keine Mitgliederlisten und keinen Gründungsvertrag. Über Ergebnisse wird kaum berichtet und niemals werden Aussagen namentlich zitiert. Insofern, widerspricht diese Konferenz ein wenig der grundsätzlichen Definition einer solchen.

Bilderberg-Konferenz: kaum mediales Echo

Obwohl an der Konferenz die – wie auch immer definierte – Elite teilnimmt, wird diese Veranstaltung medial so gut wie gar nicht begleitet oder kommentiert. In einzelnen Ausgaben der „Zeit“ wurden zwar hin und wieder kurze Beiträge verfasst, ansonsten herrscht im Umfeld der Bilderberg-Konferenzen mediale Stille. Eine Stille, die den Nimbus des Geheimnisvollen noch steigert, dies umso mehr, als die Tagungshotels üblicherweise während der dreitägigen Konferenz für andere Gäste gesperrt bleiben.

Basis für Verschwörungstheorien

Die Geheimhaltung, sowie die private Organisation und die unbekannten Strukturen der Bilderberg-Konferenz führen immer wieder zu Verschwörungstheorien – so soll gemäss Andreas von Réthy (ein Autor parawissenschaftlicher Bücher mit dem Schwerpunkt Ufologie) 1973 die Ölkrise an einer Bilderberg-Konferenz beschlossen worden sein. Aber auch namhafte Soziologen und weitere Wissenschaftler äussern sich kritisch, insbesondere über die Konzentration an politischer und finanzieller Macht, die sich an diesen Konferenzen losgelöst von der Öffentlichkeit geradezu zusammenballe.

Bild: Hotelwebseite www.bilderberg.nl

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Peter Dvorak
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