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Konferenz der Tiere

Die wichtigsten Konferenzen der Geschichte

Jedes Jahr organisiert MCI zahlreiche Konferenzen – nationale und internationale. Konferenzen hatten in der Weltgeschichte schon immer eine große Bedeutung. Deshalb stellen wir in lockerer Folge einige der wichtigsten Konferenzen vor. Den Anfang macht eine Konferenz, die es nur in Buchform gibt, die aber dennoch zu den bekanntesten und wichtigsten gehört:

Die Konferenz der Tiere

“Die Konferenz der Tiere” ist ein Roman von Erich Kästner. Das Buch – eigentlich ein Kinderbuch – handelt davon, wie alle Tierarten der Erde eine Konferenz einberufen, um den Weltfrieden zu erreichen, nachdem die Menschen es offensichtlich nicht schaffen. „Die Konferenz der Tiere“ erschien 1949 und hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren.

Die Handlung

Die 86. Internationale Konferenz der Menschen wurde aufgelöst, ohne dass die Regierungsverteter eine Lösung für die selbstverursachten Probleme wie Krieg, Hunger und Umweltzerstörung gefunden hätten. Daraufhin beschliessen der Löwe Alois, der Elefant Oskar und die Giraffe Leopold, dass es nun an der Zeit sei, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und berufen eine eigene Konferenz ein. Dazu laden sie alle Tiere ein, zusätzlich ein Menschenkind von jedem Kontinent und halten im Hochaus der Tiere ihre Konferenz ab.
Gleichzeitig findet eine weitere Konferenz der Menschen in Kapstadt statt, natürlich ohne große Fortschritte. Deshalb beschliessen die Tiere,  zu ungewöhnlichen Maßnahmen zu greifen: zuerst vernichten die Nagetiere alle Akten, als das nichts hilft fallen die Motten über die Konferenzteilnehmer her und fressen alle Kleider auf. Als letzte Massnahme entführen die Tiere alle Kinder und bringen sie an einem sicheren Ort unter, wo sie friedlich miteinander spielen können. Erst jetzt merken die Menschen, wie sinnlos ihr Verhalten bisher war und beschliessen in einem Vertrag, dass alle Grenzen aufgehoben, dass das Militär und alle Schusswaffen abgeschafft werden und dass in Zukunft alle Bestrebungen der Menschheit auf den Frieden und das Wohl der Menschen ausgerichtet sein sollen. (Wikipedia)

Die Botschaft

Obwohl „Die Konferenz der Tiere“ als Kinderbuch gestaltet wurde, lässt der Roman von Erich Kästner keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Themas: Die Welt ist aus den Fugen geraten und die Menschen sind nicht in der Lage, die selbstverschuldeten Problem in den Griff zu bekommen. Klar zum Ausdruck kommt Erich Kästners mehr als nur kritische Haltung zum Militär. Ebenso seine Ansicht, dass die Bürokratie eher hemmend als fördernd ist. „Büros sind für die Menschen da, nicht umgekehrt.“ In der Erziehung der Kinder sieht Kästner die Grundlage für eine friedliche Zukunft: „die Kinder zu wahren Menschen zu erziehen, ist die höchste und schwierigste Aufgabe.“ So bleibt „Der Kongress der Tiere“ auch knapp 70 Jahre nach seinem Erscheinen immer noch ein hochaktuelles Buch.

 

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2 Kommentare
  • Peter Dvorak
    Geschrieben um 11:24h, 18 September

    Vielen Dank! Der nächste Beitrag folgt in Kürze.

  • Wolf Rübner
    Geschrieben um 20:44h, 17 September

    Sehr hübsche Idee. Wann gibt es eine Fortsetzung?

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